Städtebaulicher Wettbewerb für Grenzhofareal Memmingen gestartet

28.1.2022 Memmingen. 18 Planer nehmen teil – Kolloquium klärt offene Fragen der Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

Nachdem im September die Auslobung eines städtebaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Memmingen einstimmig beschlossen wurde, arbeiten seit Anfang Dezember 2021 insgesamt 18 Planungsbüros am städtebaulichen Entwurf für das rund 3,9 Hektar große Grenzhofareal.

Mitte Januar standen Verantwortliche des Bauwesens der Stadt Memmingen, die Projektentwickler der i+R Wohnbau Lindau, Vertreter der Jury sowie Berater den am Wettbewerb teilnehmenden Stadtplanern und Architekten in einem Kolloquium für Rückfragen zur Verfügung. Die Jurierung der eingereichten Entwürfe ist Anfang April 2022 geplant.

Im Vorfeld der Auslobung wurden wichtige Ergebnisse aus der Befragung der Bürgerschaft, zu der im Frühjahr 2021 Interessierte eingeladen waren, geprüft und wo möglich in die Ausschreibung aufgenommen. Beispielsweise betraf dies die Geschossigkeit der Gebäude, die gewünschten Wohnungsgrößen und die Erschließung des Areals.

Das mit der Auslobung des Wettbewerbs beauftragte Büro Haines-Leger aus Würzburg freute sich über das große Interesse unter den Architekturbüros: Zusätzlich zu neun von der Stadt Memmingen und i+R gesetzten Büros wurden 11 Teilnehmer aus den über 50 Bewerbungen ausgelost.

Von den insgesamt 20 Teilnehmern mussten zwei Büros leider absagen – die verbleibenden 18 Büros arbeiten seit Dezember 2021 am städtebaulichen Entwurf für das zwischen Grenzhofstraße und Adenauerring liegende Grundstück, auf dem ein urbanes, lebendiges Quartier entstehen soll.

Im Rahmen des Kolloquiums am 13. Januar 2022 konnten die teilnehmenden Stadtplaner und Architekten offene Fragen klären. Dabei ging es im Wesentlichen um Fragen zur Dichte, zum Immissionsschutz sowie zum Wohnungsmix inkl. der daraus resultierenden Anzahl an erforderlichen Stellplätzen. Nun haben die teilnehmenden Büros bis Anfang März Zeit ihre Entwürfe auszuarbeiten.

Laut den Rahmenbedingungen für den städtebaulichen Wettbewerb soll am Grenzhofareal in erster Linie Wohnbau für alle Bevölkerungsschichten entstehen. Zudem eine Kindertageseinrichtung, kleinteiliger Einzelhandel, Gastronomie, haushaltsnahe Dienstleistungen, Büroflächen und attraktive Freiflächen. Die rund 400 – 450 Wohnungen gliedern sich in Eigentums- und geförderten Mietwohnungsbau mit einem Wohnungsmix von ein bis vier Zimmern.

Läuft alles nach Plan, soll bereits Anfang April 2022 die Bewertung der eingereichten städtebaulichen Entwürfe erfolgen und somit ein Wettbewerbssieger feststehen.

Die Jury besteht aus externen Stadtplanern und Architekten, dem leitenden Baudirektor und der politischen Spitze der Stadt, Vertretern der i+R sowie weiteren beratenden Fachplanern und Gutachtern aus der Stadtverwaltung und von extern.

Im Anschluss kann die interessierte Bürgerschaft die jurierten Entwürfe in einer öffentlich zugänglichen Ausstellung im Kreuzherrnsaal in Memmingen begutachten. Der Ausstellungstermin wird noch bekannt gegeben.

Infos zum Grenzhofareal unter www.grenzhofareal-mm.de, www.ir-wohnbau.com sowie www.memmingen.de

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