11. März ist Nationaler Gedenktag für die Opfer von Terrorismus

Freitag, 11. März 2022

10.3.2022 Lindau (Bodensee). Zum ersten Mal wird am Freitag, den 11. März 2022, der Nationale Gedenktag für die Opfer von Terrorismus begangen. Sichtbares Zeichen dafür werden Fahnen mit Trauerflor vor der Lindauer Stadtverwaltung sein.

Das Bundeskabinett hatte im Februar beschlossen, jährlich am 11. März diesen Gedenktag zu begehen. Aus diesem Anlass hat Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Trauerbeflaggung aller staatlichen Dienstgebäude in Bayern für diesen Tag angeordnet. Der Tag knüpft an den Europäischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus an, der bereits seit dem Jahr 2005 begangen wird.

Tag der Erinnerung, des Mitgefühls und der Mahnung

In den vergangenen Jahren haben furchtbare terroristische Taten das ganze Land erschüttert – wie das islamistische Attentat am Berliner Breitscheidplatz und die rechtsterroristischen Anschläge in Halle und Hanau. „Diese Taten und das Schicksal der Opfer und ihrer Angehörigen dürfen nicht in Vergessenheit geraten“, sagt Oberbürgermeisterin Claudia Alfons.

„Terroranschläge richten sich gegen uns alle, gegen unsere Werte der Vielfalt und der Religionsfreiheit, gegen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Dass der erste Gedenktag in eine Zeit fällt, in der in der Ukraine Krieg herrscht, führt uns die Dringlichkeit des öffentlichen Gedenkens vor Augen. Es ist kaum vorstellbar, was die Menschen in der Ukraine derzeit erleiden müssen. Ein Gedenktag für Terroropfer in Zeiten wie diesen ist somit zugleich eine Mahnung an die Bedeutsamkeit unserer demokratischen Werte, also genau die Werte, für die die Menschen in der Ukraine gerade kämpfen“, so Alfons.

Hilfe für die Opfer

Nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz 2016 wurde die Hilfe für die Opfer ausgeweitet. Seit 2017 gibt es das Amt des Bundesopferbeauftragten, seit 2019 in Bayern eine landesweite zentrale Anlaufstelle für Opfer von Terror und von auf Straftaten beruhenden Großschadensereignissen. Über diese Anlaufstelle wird etwa psychosoziale, finanzielle und praktische Hilfe organisiert.

„Dieser Tag soll ein Tag der Erinnerung und des Mitgefühls sein, aber auch der ständigen Mahnung sein, mit aller Kraft und Entschlossenheit gegen terroristische Bedrohungen vorzugehen“, so Alfons.

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